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Wochenrückblick? Zweimonatsrückblick! (KW 10 bis 19)

(Achtung! LANGER Text mit VIELEN Bildern)

Oh, oh, oh, das war aber eine sehr lange Blogpause. Es gab einfach zu viel echtes Leben. Zu viel Arbeit, zu viel Besuch, zu viel Müdigkeit am Ende des Tages. Ich konnte mich nicht aufraffen, den Blog zu beschreiben. Nach einer Rüge von meinem Nähfan aus dem Süden (in den Kommentaren zum letzten Artikel) nahm ich einen Anlauf, aber auch dieser scheiterte und mit Schrecken habe ich gerade festgestellt, dass das auch schon wieder über einen Monat her ist. Wo bleibt nur die Zeit?

Also los geht’s! Handarbeiten: Der Frust zuerst. Seit dem letzten Rückblick habe ich kein einziges Stück zu Ende genäht. Immer kommt etwas unerwartetes dazwischen oder es wird plötzlich kompliziert (oft an Stellen, an denen ich nicht mit Komplikationen rechne) und alles dauert viel länger als vorher gedacht. Und dann gibt es ja sowieso meinen persönlichen Feind, die Passform. Ich hätte so gerne mal ein Erfolgserlebnis. Oder das Gefühl, dass es voran geht. Stellt sich leider gerade nicht ein…Stattdessen das Gefühl, dass ich meine lange To-Sew-Liste mit ins Grab nehmen werde, genau so wie den Traum, irgendwann mal richtig gut und richtig viel zu nähen.

All das hindert mich natürlich nicht daran, immer noch mehr Ressourcen einzulagern: P_20140319_095012 P_20140319_094724

Zum Beispiel Bücher die ich zufällig im Flohmarkt-Stapel unserer lokalen Mini-Bibliothek entdeckte. Oder andere Bücher, die ich mir aus dem fernen Japan schicken lies.

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Fahrradschläuche aus dem Schrottcontainer, noch mehr Fahrradschläuche, vom Nähfan aus dem Süden extra wieder aus der Mülltonne gefischt bzw. von seiner Göttergattin für mich plattgefahren. Und natürlich Stoff vom Stoffmarkt. Wobei es mir zum ersten Mal gelungen ist KEINEN Jersey zu kaufen. Bisher habe ich mir immer vorgenommen unbedingt Webstoff zu kaufen, um dann mit tonnenweise Jersey heimzukommen. Diesmal habe ich mir ein absolutes Jerseykaufverbot auferlegt und mich – zu meinem eigenen Erstaunen – auch daran gehalten (wobei ich dem einen ein bisschen hinterher trauer).

Ein ganz besonderes Paket erreichte mich kurz vor Ostern:P_20140425_113614

Diese Bänder erbte ich von meiner Oma, die leider im  Dezember gestorben ist. Mein Vater fand die Kiste beim Aufräumen der Wohnung und hat an mich gedacht, worüber ich mich sehr gefreut habe. Und noch mehr freute ich mich über die persönlichen Erinnerungen, die er mit den Bändern verbindet und die er für mich aufgeschrieben hat. Die Schwester seines Vaters besaß wohl eine Bandweberei, was ich bis dato auch noch nicht wusste und aus dieser stammt zumindest ein Teil der Bänder. Leider gibt es von ein paar besonders schönen Bändern nur noch ganz kurze Reste:

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Nichts desto Trotz bin ich sehr glücklich darüber, dass dieses besondere Andenken den Weg zu mir gefunden hat und hoffe, dass das ein oder andere Band in einem Nähprojekt einen guten Platz finden wird.

Eigentlich wollte ich am „Untendrunter“ Sew-Along von Catherine mitmachen. Aber irgendwie ging es mir dann alles zu schnell. (Was dann natürlich auch zu meinem Nähfrust beigetragen hat.) Jetzt hat sich aber bereits das nächste, für mich interessante Sew-Along aufgetan, nämlich der Japan-Sew-Along auf dem Tanoshii-Blog, der morgen startet. Ich bin wild entschlossen, daran teilzunehmen. (Heißt es es jetzt der oder das Sew-Along? Ich schreibe selber mal so und so, weil ich mich nicht entscheiden kann…)

Gärtnern: Während beim Handarbeiten Frust aufkam hat sich immerhin beim Gärtnern wieder ein bisschen Lust eingestellt (vielleicht geht immer nur eines?). Im Großen und Ganzen sieht der Garten zwar noch sehr wild aus:

P_20140425_113028Wer wissen möchte, warum in unserem Garten Monitor-Gehäuse herumliegen, wende sich bitte vertrauensvoll an Kind B.

An manchen Stellen sieht es aber auch (ansatzweise) schon aus, wie in einem richtigen Garten (leider zum Teil etwas unscharf, aber ich will es trotzdem hier festhalten):

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Das ist übrigens die gleiche Stelle, wie auf den beiden unteren Bildern, noch im letzten Jahr:

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Auch der kleine Apfelbaum hat fleißig geblüht und besonders freut mich, dass das Gemüsebeet nach dem tatkräftigen Besuch einer Freundin aus Berlin deutlich größer geworden ist und jetzt auch in etwa so aussieht wie ein Gemüsebeet:

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Gestern war ich anlässlich eines 40. Geburtstages zum Eurovision Song Contest Gucken eingeldaden. Ich war selber überrascht, was für einen tollen Blumenstrauß unser Garten hergab:

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Außerdem hatte ich seit Jahren keinen Song Contest mehr gesehen und vergessen, wie viel Spaß das macht, wenn man sich in der richtigen Gesellschaft befindet. Ich persönlich finde übrigens, dass die Weißrussen mit Ihrem Käsekuchen-Lied viel zu schlecht weggekommen sind. (Ich finde auch noch mehr, aber das gebe ich jetzt nicht alles hier zum besten. Über die Beiträge von Österreich, Deutschland und auch den Niederlanden wird ja sicher an anderer Stelle genug geschrieben, ich wollte mal auf die hinweisen, über die nix geschrieben wird (außer in Weißrussland vermutlich).)

Zuletzt Kurioses: Schon mal ein Brot gesehen, dass die Zunge raus streckt? Die Lebenshilfe hat genau so eines gebacken:

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Uff, das war jetzt ein SEHR langer Post. In Zukunft sollte ich wohl doch wieder öfter posten, damit es dann nicht so viel auf einmal wird und ich nicht einen kompletten Sonntag Nachmittag zum Schreiben brauche.

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Wochenrückblick KW 6 bis 9

Schon wieder vier Wochen und mehr vergangen. Von wegen, den Blog beleben…

Handarbeiten: Das wichtigste zuerst: In das Chaos meines Nähzimmers hat anlässlich meines Geburtstages eine Overlock Einzug gehalten, worüber ich sehr glücklich bin. (Die halbvertrockneten Pflanzen im Hintergrund bitte nicht beachten.)

Overlock

Genäht habe ich wieder mal ein Faschingskostüm, diesmal war ein Matrose gefragt. Das war immerhin ein bisschen anspruchsvoller als das Gespenst von hier. Und auch dieses mal habe ich gemerkt, wie glücklich es mich macht einfach drauf los zu schneidern, ohne lästiges Abpausen und Zuschneiden. Glücklich machte mich auch, dass der Fundus alles hergab, was ich für das Kostüm brauchte. Ich war zuvor sogar im Stoffladen gewesen und hatte nach geeignetem Schnittmuster und Stoff Ausschau gehalten, aber nichts gefunden. Das war auch besser so, denn zu Hause fand ich alles was ich brauchte: Die Reste eines Kissenbezugs, Schrägband aus Schweden und eine alte Tischdecke. Das ist Kreativität, wie ich sie liebe: Aus dem was da ist, etwas machen (macht mir auch beim Kochen großen Spaß). Es gibt leider noch kein Foto vom Kostüm, reiche ich eventuell noch nach.  Außerdem hatte ich eine weitere Minikrea-Ballonhose in Arbeit, bei der ich allerdings den Bund falsch herum angenäht habe, weswegen ich sie an dieser Stelle noch nicht als fertig verbuchen kann.

Um die Overlock einzuweihen habe ich endlich das Day-to-Night Drape Top von Maria Denmark genäht, das ich schon ganz lange auf meiner Projektliste stehen habe.day to night2 day to night

Den Wasserfallkragen finde ich wunderschön und gelungen. Was ich von den Falten über Brust und Bauch halten soll, weiß ich noch nicht genau. Erst nachdem sie mir an meinem eigenem Top unangenehm aufgefallen waren, stellte ich fest, dass sie auf den Beispielbildern der Designerin auch vorhanden sind, wo sie mich bis dato nicht gestört hatten. Jetzt bin ich verwirrt: Soll das so oder soll das nicht so? Gefällt mir das oder gefällt mir das nicht? Ich werde versuchen es herauszufinden, indem ich das Shirt fleißig trage…Genäht habe ich es sicher nicht zum letzten Mal und die nächste Version wird eine mit Ärmeln.

Das Geburtstagsgeld habe ich außer in die Overlock natürlich in Stoffe und Schnitte investiert. Und mir danach zum xten mal geschworen, jetzt wirklich nichts neues mehr anzuschaffen bevor nicht ein guter Teil des Vorrats verarbeitet wurde…Außerdem weiß ich jetzt warum die Nähnerds so schlecht über das Nähen für Andere (NfA) sprechen. Ich bin in die Falle getappt und muss da wieder raus.

Stricken: Die Stulpen sind fertig (aber noch nicht vernäht), die Socken noch in Arbeit

Außerdem: Die Gartensaison hat begonnen, aber ich würde lieber nähen…

Wochenrückblick KW 3 bis 5

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist aus einem Zweiwochenrückblick ein Dreiwochenrückblick geworden. Egal, besser spät als nie.

Handarbeiten: Für Kind A habe ich eine Matschhose genäht , die auch über eine Minikrea Ballonhose passt. Aus Softshell und der Hülle einer ausgedienten Isomatte. Das hat immerhin alles so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe, was ja durchaus nicht selbstverständlich ist. Manches würde ich beim nächsten Mal anders machen, aber das Ergebnis gefällt mir doch recht gut. Hier die ungeschönten Fotos vom Einsatz im freien Feld:

KW 3 bis 5  Matschhose vorne KW 3 bis 5 Matshchose hinten

Die verlorene Stricknadel ist wieder heimgekehrt und die zweite Stulpe ist fast fertig. Beim Fotografieren ist mir leider aufgefallen, dass ich zu früh mit dem Bündchen angefangen habe, da muss ich die letzten paar Reihen wohl wieder auftrennen:

KW 3 bis 5 Stulpen

Die Sockenliebe ist etwas abgkühlt, als ich anfing mit der Fersenöffnung zu kämpfen. Diese Krise ist leider auch noch nicht ganz ausgestanden, ich bin aber zuversichtlich:

KW 3 bis 5 Socken

Und viel mehr gibt es in dieser Rubrik leider auch nicht zu berichten.

Morbides: Der Winter ist doch noch gekommen und die Ringelblumen im Garten sind erfroren (beim letzten Wochenrückblick blühten sie noch. Und wer ganz genau schaut, entdeckt im Hintergrund die erste Narzisse, die sich bereits aus der Erde geschoben hat. Ich hoffe sie hält bis zum Frühjahr durch):

KW 3 bis 5 Ringelblumen

 

Wochenrückblick KW 1 & 2

Von Neujahrsvorsätzen halte ich eher wenig, ich habe dazu eine ähnliche Meinung wie Meike. Ich glaube außerdem, dass solche Vorsätze der beste Weg sind, um am Ende noch unzufriedener und unglücklicher mit sich selbst zu sein, weil man wieder nicht geschafft hat, was man sich vorgenommen hat. Sehr schön zum Thema finde ich diesen Artikel bei Nina von werkeltagebuch. Trotzdem habe ich mir für das neue Jahr etwas vorgenommen: Um diesen Blog hier etwas zu beleben möchte ich Wochenrückblicke oder zumindest Zweiwochenrücklicke schreiben.  Natürlich soll es ums Handarbeiten gehen, aber nicht nur. Ich will mich da auch gar nicht festlegen, alles was mir erwähnenswert erscheint, werde ich erwähnen. Und lasse mich überraschen, was daraus ensteht. Meine Vision ist, dass ich mich am Ende dieses Jahres durch meine Wochenrückblicke klicke und das Jahr vor meinem inneren Auge noch mal abläuft. Vielleicht erstelle ich dann sogar einen Jahresrückblick, aber nur vielleicht, denn zu viel will ich mir aus obengennanten Gründen nicht vornehmen.

Jetzt geht es also los mit KW 1 und KW2:

Handarbeiten:  Zum Nähen konnte ich mich in der ersten Woche gar nicht durchringen. So liegt das Weihnachtskleid noch immer ungesäumt hier herum (zu Weihnachten habe ich es aber trotzdem getragen). Letzte Woche habe ich immerhin ein bißchen abgepaust und zugeschnitten, allerdings nur für die Kinder. Letztes Wochenende musste ganz schnell ein Gespensterkostüm für Kind A her, was natürlich ein extrem anspruchsloses Projekt ist. Aber beim Nähen fiel mir auf, wie viel mehr Spaß das Arbeiten macht ohne lästiges Schnitt abpausen, korrektes Zuschneiden und vor allem ohne leidige Passform. Aber natürlich habe ich nicht Nähen gelernt um mir dann gespensterkostüm-ähnliche Kleider zu nähen und werde mich deswegen wohl auch weiter mit den nicht so schönen Seiten des Nähens herumschlagen. Der Grat zwischen Herausforderung und Überforderung ist dabei leider manchmal sehr schmal und ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass es der Motivation hin und wieder gut tut, wenn ich zwischen die Herausforderungen immer wieder auch einfachere Projekte schiebe.  Denn vor allem anand dieser wird mir oft bewusst, dass ich doch schon einiges gelernt habe und ich bei vielem auch routinierter werde.

Hier ist übrigens das Gespenst (jaaa – es sieht ein bißchen nach Ku-Klux-Klan aus, aber ich weiß nicht, wie ich es mit abnehmbaren Kopfteil besser hätte machen können…Kopfhaltung und das was man vom Gesichtsaudruck sieht, sind diesbezüglich natürlich auch nicht sehr vorteilhaft):

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Statt genäht habe ich gestrickt, das läßt sich so gut mit Vor-dem-Bildschirm-Rumhängen verbinden. Und zwar stricke ich meinen ersten Socken, was ich sehr aufregend finde. Ich glaube, das könnte eine ganz große Liebe werden, ich und das Sockenstricken. Aber man soll ja am Anfang einer Beziehung nicht so große Erwartungen haben. IMG_2040

Gleichzeitig mit dem Sockenstricken habe ich ravelry entdeckt. Angemeldet habe ich mich dort schon vor einer Weile, um mir die Projekte von anderen ansehen zu können (Strickerinnen verlinken in ihren Blogs oft direkt auf ihre Projekte bei ravelry). Begeistert bin ich von der Möglichkeit, wie man dort seine persönlichen Strickprojekt (aktuelle und geplante) und den Garnvorrat organisieren kann. Ich finde sowas sollte es auch fürs Nähen geben (oder gibt es das womöglich schon und ich habe es noch nicht entdeckt?). Die Stulpen von hier sind übrigens zu ca. 75 % fertig gestellt.  Nach Silvester wollte eine Nadel des Nadelspiels jedoch noch ein bißchen länger im schönen Dresden bleiben, was man ja auch verstehen kann, desewgen liegt dieses Projekt erst mal auf Eis bis die verlorene Nadel wieder heimkehrt.

Sonstiges: In der Sendung mit der Maus kam letze Woche ein Beitrag über Stoff, der aus Milch, genauer gesagt aus Kasein hergestellt wird. Das fand ich interessant und gleichzeitig fragwürdig, weil es ja immer kritisch ist, wenn landwirtschaftliche Fläche dazu genutzt wird, um was anderes als Lebensmittel herzustellen. Also habe ich ein bißchen recherechiert und diesen Artikel (plus kurzes Video) und dieses Interview gefunden. Hier wird Anke Domaske, die die Technologie erfunden hat interviewt und laut ihr soll nur solche Milch verwendet werden, die ohnehin nicht verarbeitet werden darf, weil sie die hohen deutschen Anforderungen nicht erfüllt. Gerade eben habe ich auch noch die offizielle Webseite des Unternehmens gefunden. Laut dieser hat die Produktion noch nicht begonnen, soll aber bald starten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich dieses Projekt weiter entwickelt.
Kurioses: In unserem Garten blühen noch immer die Ringelblumen:
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