Archiv der Kategorie: Stricken

Wochenrückblick KW 6 bis 9

Schon wieder vier Wochen und mehr vergangen. Von wegen, den Blog beleben…

Handarbeiten: Das wichtigste zuerst: In das Chaos meines Nähzimmers hat anlässlich meines Geburtstages eine Overlock Einzug gehalten, worüber ich sehr glücklich bin. (Die halbvertrockneten Pflanzen im Hintergrund bitte nicht beachten.)

Overlock

Genäht habe ich wieder mal ein Faschingskostüm, diesmal war ein Matrose gefragt. Das war immerhin ein bisschen anspruchsvoller als das Gespenst von hier. Und auch dieses mal habe ich gemerkt, wie glücklich es mich macht einfach drauf los zu schneidern, ohne lästiges Abpausen und Zuschneiden. Glücklich machte mich auch, dass der Fundus alles hergab, was ich für das Kostüm brauchte. Ich war zuvor sogar im Stoffladen gewesen und hatte nach geeignetem Schnittmuster und Stoff Ausschau gehalten, aber nichts gefunden. Das war auch besser so, denn zu Hause fand ich alles was ich brauchte: Die Reste eines Kissenbezugs, Schrägband aus Schweden und eine alte Tischdecke. Das ist Kreativität, wie ich sie liebe: Aus dem was da ist, etwas machen (macht mir auch beim Kochen großen Spaß). Es gibt leider noch kein Foto vom Kostüm, reiche ich eventuell noch nach.  Außerdem hatte ich eine weitere Minikrea-Ballonhose in Arbeit, bei der ich allerdings den Bund falsch herum angenäht habe, weswegen ich sie an dieser Stelle noch nicht als fertig verbuchen kann.

Um die Overlock einzuweihen habe ich endlich das Day-to-Night Drape Top von Maria Denmark genäht, das ich schon ganz lange auf meiner Projektliste stehen habe.day to night2 day to night

Den Wasserfallkragen finde ich wunderschön und gelungen. Was ich von den Falten über Brust und Bauch halten soll, weiß ich noch nicht genau. Erst nachdem sie mir an meinem eigenem Top unangenehm aufgefallen waren, stellte ich fest, dass sie auf den Beispielbildern der Designerin auch vorhanden sind, wo sie mich bis dato nicht gestört hatten. Jetzt bin ich verwirrt: Soll das so oder soll das nicht so? Gefällt mir das oder gefällt mir das nicht? Ich werde versuchen es herauszufinden, indem ich das Shirt fleißig trage…Genäht habe ich es sicher nicht zum letzten Mal und die nächste Version wird eine mit Ärmeln.

Das Geburtstagsgeld habe ich außer in die Overlock natürlich in Stoffe und Schnitte investiert. Und mir danach zum xten mal geschworen, jetzt wirklich nichts neues mehr anzuschaffen bevor nicht ein guter Teil des Vorrats verarbeitet wurde…Außerdem weiß ich jetzt warum die Nähnerds so schlecht über das Nähen für Andere (NfA) sprechen. Ich bin in die Falle getappt und muss da wieder raus.

Stricken: Die Stulpen sind fertig (aber noch nicht vernäht), die Socken noch in Arbeit

Außerdem: Die Gartensaison hat begonnen, aber ich würde lieber nähen…

Wochenrückblick KW 3 bis 5

Einmal kurz nicht aufgepasst und schon ist aus einem Zweiwochenrückblick ein Dreiwochenrückblick geworden. Egal, besser spät als nie.

Handarbeiten: Für Kind A habe ich eine Matschhose genäht , die auch über eine Minikrea Ballonhose passt. Aus Softshell und der Hülle einer ausgedienten Isomatte. Das hat immerhin alles so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe, was ja durchaus nicht selbstverständlich ist. Manches würde ich beim nächsten Mal anders machen, aber das Ergebnis gefällt mir doch recht gut. Hier die ungeschönten Fotos vom Einsatz im freien Feld:

KW 3 bis 5  Matschhose vorne KW 3 bis 5 Matshchose hinten

Die verlorene Stricknadel ist wieder heimgekehrt und die zweite Stulpe ist fast fertig. Beim Fotografieren ist mir leider aufgefallen, dass ich zu früh mit dem Bündchen angefangen habe, da muss ich die letzten paar Reihen wohl wieder auftrennen:

KW 3 bis 5 Stulpen

Die Sockenliebe ist etwas abgkühlt, als ich anfing mit der Fersenöffnung zu kämpfen. Diese Krise ist leider auch noch nicht ganz ausgestanden, ich bin aber zuversichtlich:

KW 3 bis 5 Socken

Und viel mehr gibt es in dieser Rubrik leider auch nicht zu berichten.

Morbides: Der Winter ist doch noch gekommen und die Ringelblumen im Garten sind erfroren (beim letzten Wochenrückblick blühten sie noch. Und wer ganz genau schaut, entdeckt im Hintergrund die erste Narzisse, die sich bereits aus der Erde geschoben hat. Ich hoffe sie hält bis zum Frühjahr durch):

KW 3 bis 5 Ringelblumen

 

Wochenrückblick KW 1 & 2

Von Neujahrsvorsätzen halte ich eher wenig, ich habe dazu eine ähnliche Meinung wie Meike. Ich glaube außerdem, dass solche Vorsätze der beste Weg sind, um am Ende noch unzufriedener und unglücklicher mit sich selbst zu sein, weil man wieder nicht geschafft hat, was man sich vorgenommen hat. Sehr schön zum Thema finde ich diesen Artikel bei Nina von werkeltagebuch. Trotzdem habe ich mir für das neue Jahr etwas vorgenommen: Um diesen Blog hier etwas zu beleben möchte ich Wochenrückblicke oder zumindest Zweiwochenrücklicke schreiben.  Natürlich soll es ums Handarbeiten gehen, aber nicht nur. Ich will mich da auch gar nicht festlegen, alles was mir erwähnenswert erscheint, werde ich erwähnen. Und lasse mich überraschen, was daraus ensteht. Meine Vision ist, dass ich mich am Ende dieses Jahres durch meine Wochenrückblicke klicke und das Jahr vor meinem inneren Auge noch mal abläuft. Vielleicht erstelle ich dann sogar einen Jahresrückblick, aber nur vielleicht, denn zu viel will ich mir aus obengennanten Gründen nicht vornehmen.

Jetzt geht es also los mit KW 1 und KW2:

Handarbeiten:  Zum Nähen konnte ich mich in der ersten Woche gar nicht durchringen. So liegt das Weihnachtskleid noch immer ungesäumt hier herum (zu Weihnachten habe ich es aber trotzdem getragen). Letzte Woche habe ich immerhin ein bißchen abgepaust und zugeschnitten, allerdings nur für die Kinder. Letztes Wochenende musste ganz schnell ein Gespensterkostüm für Kind A her, was natürlich ein extrem anspruchsloses Projekt ist. Aber beim Nähen fiel mir auf, wie viel mehr Spaß das Arbeiten macht ohne lästiges Schnitt abpausen, korrektes Zuschneiden und vor allem ohne leidige Passform. Aber natürlich habe ich nicht Nähen gelernt um mir dann gespensterkostüm-ähnliche Kleider zu nähen und werde mich deswegen wohl auch weiter mit den nicht so schönen Seiten des Nähens herumschlagen. Der Grat zwischen Herausforderung und Überforderung ist dabei leider manchmal sehr schmal und ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass es der Motivation hin und wieder gut tut, wenn ich zwischen die Herausforderungen immer wieder auch einfachere Projekte schiebe.  Denn vor allem anand dieser wird mir oft bewusst, dass ich doch schon einiges gelernt habe und ich bei vielem auch routinierter werde.

Hier ist übrigens das Gespenst (jaaa – es sieht ein bißchen nach Ku-Klux-Klan aus, aber ich weiß nicht, wie ich es mit abnehmbaren Kopfteil besser hätte machen können…Kopfhaltung und das was man vom Gesichtsaudruck sieht, sind diesbezüglich natürlich auch nicht sehr vorteilhaft):

IMG_2031

Statt genäht habe ich gestrickt, das läßt sich so gut mit Vor-dem-Bildschirm-Rumhängen verbinden. Und zwar stricke ich meinen ersten Socken, was ich sehr aufregend finde. Ich glaube, das könnte eine ganz große Liebe werden, ich und das Sockenstricken. Aber man soll ja am Anfang einer Beziehung nicht so große Erwartungen haben. IMG_2040

Gleichzeitig mit dem Sockenstricken habe ich ravelry entdeckt. Angemeldet habe ich mich dort schon vor einer Weile, um mir die Projekte von anderen ansehen zu können (Strickerinnen verlinken in ihren Blogs oft direkt auf ihre Projekte bei ravelry). Begeistert bin ich von der Möglichkeit, wie man dort seine persönlichen Strickprojekt (aktuelle und geplante) und den Garnvorrat organisieren kann. Ich finde sowas sollte es auch fürs Nähen geben (oder gibt es das womöglich schon und ich habe es noch nicht entdeckt?). Die Stulpen von hier sind übrigens zu ca. 75 % fertig gestellt.  Nach Silvester wollte eine Nadel des Nadelspiels jedoch noch ein bißchen länger im schönen Dresden bleiben, was man ja auch verstehen kann, desewgen liegt dieses Projekt erst mal auf Eis bis die verlorene Nadel wieder heimkehrt.

Sonstiges: In der Sendung mit der Maus kam letze Woche ein Beitrag über Stoff, der aus Milch, genauer gesagt aus Kasein hergestellt wird. Das fand ich interessant und gleichzeitig fragwürdig, weil es ja immer kritisch ist, wenn landwirtschaftliche Fläche dazu genutzt wird, um was anderes als Lebensmittel herzustellen. Also habe ich ein bißchen recherechiert und diesen Artikel (plus kurzes Video) und dieses Interview gefunden. Hier wird Anke Domaske, die die Technologie erfunden hat interviewt und laut ihr soll nur solche Milch verwendet werden, die ohnehin nicht verarbeitet werden darf, weil sie die hohen deutschen Anforderungen nicht erfüllt. Gerade eben habe ich auch noch die offizielle Webseite des Unternehmens gefunden. Laut dieser hat die Produktion noch nicht begonnen, soll aber bald starten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich dieses Projekt weiter entwickelt.
Kurioses: In unserem Garten blühen noch immer die Ringelblumen:
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Zurück zum Stricken

Für diesen Herbst und Winter habe ich mir vorgenommen, mich wieder mehr mit dem Stricken zu beschäftigen. Zwar beherrsche ich die grundlegenden Techniken, aber richtig weit habe ich es bisher in dieser Disziplin noch nicht gebracht. Letzte Woche war ich auf Kurzurlaub in Schweden und die zweimal sechs Stunden Fähre-Fahren waren die optimale Gelegenheit mit meinem Strickvorhaben Ernst zu machen. Bereits vor  acht Jahren (ich weiß es genau, denn ich war mit Kind B schwanger) habe ich diese Wolle gekauft um Beinstulpen daraus zu stricken:
Wolle

Ich hatte damals auch damit angefangen, dann aber wieder aufgeribbelt, an Details kann ich mich nicht mehr erinnern.

Erstaunlich genug, dass die Wolle noch nicht von den Motten zerfressen wurde. Noch erstaunlicher fand ich allerdings, dass ich in der knappen halben Stunde, die ich zum Packen kalkuliert hatte, sowohl die Wolle als auch das passende, komplette Nadelspiel finden konnte.

Noch während ich auf den Bus wartete, der mich zum Schiff bringen sollte, konnte ich erleichtert feststellen, dass ich noch weiß, wie man Maschen anschlägt. Und noch bevor die Fähre ablegte, hatte ich eine Art Probestück fertig:Fähre

(Natürlich weiß ich, dass es sich hierbei nicht um eine korrekte Maschenprobe handelt, für meine Stulpen-Zwecke war es aber völlig ausreichend.)

Bei der Rückfahrt war ich dann leider etwas kränklich, so dass ich insgesamt nicht so viel geschafft habe, wie erhofft

.StrickenFortschritt1

Aber insgesamt bin ich zufrieden: Der Einstieg ist schon mal geglückt, jetzt muss ich nur noch dran bleiben. Das gute am Stricken ist ja, dass es sich sowohl in Gesellschaft als auch vor dem Fernseher praktizieren läßt.  Vor allem, wenn es sich um so was einfaches, wie diese Stulpen handelt.