Archiv der Kategorie: Nähen

UFO-Abbau Sew Along 1

Bei Muriel werden UFOs abgebaut und das passt perfekt zu meinem Kein-neuer-Stoff-Projekt. Zeigt her Eure UFOs ist heute das Motto und voila – hier sind sie, direkt aus der UFO-Kiste und entsprechend zerkinittert:

1)  50er Jahre Kleid:

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Ja richtig, das ist das Projekt für das ich diesen Blog ursprünglich gestartet habe, weil ich es im Zuge des Kostüm Sew Alongs nähen wollte. Warum es noch nicht fertig ist? Keine Ahnung, eigentlich kann es nur Dummheit sein, denn ich hätte das Ensemble schon zwei Sommer lang tragen können, was sicher toll gewesen wäre. (Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich im vergangenen Sommer ein zweites Modell dieses Schnittes als Hochzeitsgastkleid genäht und auch getragen habe.)

Was muss noch getan werden: Am Kleid muss nur noch der Futterrock gesäumt werden. An der Jacke fehlen ebenfall noch Saum und Ärmelsäume und am Kragen muss, glaube ich, auch noch irgendetwas gemacht werden.

2) Unterkleid für meine Mutter:

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Das Unterkleid ist viel zu lange, die neue Länge habe ich bereits abgesteckt, was man auf dem Foto auch sehen kann. Es muss also gekürzt und neu gesäumt werden.

3) Hose Moira

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Seit über einem Jahr ist die Hose zugeschnitten. Warum ich sie nicht genäht habe, weiß ich nicht mehr so genau. Aber im Laufe des Jahres ist die Idee entstanden, einen richtigen Bund mit Reißverschluss in der Seitennaht an die Hose zu basteln, statt wie vorgesehen eine Bund aus Bündchenware zu nähen. Keine Ahnung, ob das funktionieren kann oder nicht, aber ich will es versuchen. Dieses Projekt passt natürlich super zu meinen Brot und Butter Plänen.

4) Minikrea Ballonhose

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Ein Upcycling-Projekt aus einem alten Kleid von mir. Die Hose war ursprünglich mal für Kind B geplant, dann habe ich den Bund falsch angenäht und zu weit war er auch. Aufgetrennt habe ich noch, dann blieb die Hose liegen. Jetzt ist sie genau richtig für Kind A.

5) Anguru Hose

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Schon ziemlich lange so gut wie fertig. An einer Stelle habe ich beim Annähen des Bundes nicht alle Stoffschichten erwischt. Und im Bund würde sich eine Gummi gut machen. Also erst noch ein bisschen trennen, Gummi einziehen und Naht wieder schließen.

6) Day-to-night drape top

IMG_3598Hier schon mal gezeigt. Ist in der unteren Hälfte zwei Größen größer als oben, aber den Übergang habe ich nicht so gut hin gegkriegt, weswegen da wo die Hüftrundung anfängt hässliche Falten entstehen. Das müsste geändert werden, außerdem muss noch gesäumt werden.

7) Simply Beatuiful Sundress aus dem Buch One-yard-wonders

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Passt hinten und vorne und oben und unten gar nicht. Fürchte, da läßt sich nichts mehr machen. Müsste das aber noch mal überprüfen und dann entscheiden, was mit dem Kleid passieren soll.

8) Loop

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Vor ca. einem Jahr zugeschnitten und gesteckt. Die Overlock war nie in der richtigen Farbe eingefädelt. Passt ja ideal zur Jahreszeit und geht ganz einfach. Habe nur noch Zweifel, ob ich das Ding tatsächlich doppelt um den Hals schlingen kann.

9) Herbstjacke

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vom letztjährigen Sew-Along. Hier im Finalbeitrg bereits gezeigt, dort ist auch nachzulesen, dass ich mit dem Saum unzufrieden war. Habe das dann auch noch mit meiner damaligen Nählehrerin (die jetzt leider einer anderen Beschäftigung nachgeht) abgesteckt, aber nie genäht. Muss vorher allerdings noch aufgetrennt werden.

10) Sommerrock

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Ein Proberock für den ich erstaunlich entschlossen einen sehr schönen hochwertigen Viscosejersey angschnitten habe. Auch hier habe ich beim Annähen des Bundes an zwei Stellen nicht alle Stoffschichten erfasst. Außerdem fehlt  noch der Saum, der ein kontrastfarbener Rollsaum werden soll. Obwohl unfertig, habe ich den Rock im Sommer bereits viel getragen, für den Saum fehlte mir noch der Rockabrunder, den besitze ich nun schon seit einigen Wochen und es ist höchste Zeit, dass er endlich eingeweiht wird.

11) giftgrünes Olivia Oversize Tee

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Ist, glaube ich auch schon ein Jahr alt. Kurz vor der Fertigstellung musste ich wegen eines anderen sehr wichtigen Projektes die Overlock in einer anderen Farbe einfädeln. Das war das vorläufige Aus für das Shirt. Halsauschnitt und Saum fehlen noch. Wenn die Overlock erst mal wieder in der richtigen Farbe eingefädelt ist, sollte es schnell gehen.

Auweia, da hat sich ja einiges angesammelt. Ich fürchte, alles werde ich im Rahmen des Sew Alongs gar nicht schaffen. Sinnvoll ist es wohl mit den Projekten anzufangen, die wintertauglich sind, die also nach dem Fertigstellen dann auch gleich zum Einsatz kommen können.

Liebe Muriel, ein großes Dankeschön an Dich für diesen Anstoss den UFO-Schweinehund zu überwinden. In guter Gesellschaft fällt das doch erheblich leichter und ich hoffe, dass ich das ein oder andere Projekt im Rahmen des Sew Alongs fertigstellen werde.

Projekt Brot und Butter 1

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Auf siebenhundertsachen wird zum Brot-und-Butter-Nähen eingeladen und ich möchte dieser Einladung sehr gerne folgen. Bei diesem Sew-Along geht es darum, alltagstaugliche Kleidung zu nähen.

Mein Alltag stellt keine allzu hohen Ansprüche an meine Kleidung: Ich arbeite zu Hause, meistens am Computer, regelmäßig schleppe ich aber auch mehr oder weniger schwere Kisten und Pakete. Ebenfalls regelmäßig suche ich den nächsten, sehr kleinstädtischen Post-Shop auf. Mehr Auswärtstermine habe ich nicht. Die Kinder sind dem Kleinkindalter entwachsen, d. h. Sie machen sich zwar selber noch dreckig, aber mich nicht mehr so viel. Dafür habe ich sehr oft mit Matsch zu tun, sobald ich das Haus verlasse. Und es kann passieren, dass ich die Arbeit regelmäßig unterbrechen muss, um z. B. in den Hackschnitzelbunker zu kriechen und dort Hackschnitzel von einem Haufen auf den anderen zu harken – so gerade aktuell der Fall.

Ihr ahnt es vielleicht schon: Am besten gewappnet und am wohlsten fühle ich mich dabei in Hosen. Hosen trage ich in heavy rotation und deswegen sind sie auch sehr schnell wieder kaputt. Für die aktuelle Jahreszeit passend besitze ich zur Zeit drei Hosen ohne Löcher. Eine davon ist allerdings etwas schicker und aus Seide, weswegen ich sie nicht jeden Tag trage.

Mein Plan ist es also Hosen zu nähen, dabei nehme ich mir bewusst nur sehr wenig vor, denn ich kenne mein Tempo:

  • Mindestens eine, besser zwei neue tragbare Hosen.
  • Die Reparatur von zwei kaputten Hosen.
  • Ganz eventuell noch ein Shirt und/oder eine Strickjacke.

Wie viel sich die anderen vorgenommen haben, könnt Ihr hier nachlesen.

Ufo Nr. 2 – Nachthemd für die Mutter

Meine Mutter ist verzweifelt auf der Suche nach langen Nachthemden mit kurzen Ärmeln. Angeblich gibt es solche nicht zu kaufen (ich habe das nicht überprüft) und deswegen hat sie sich gewünscht, dass ich ihr welche nähe. Erst war der Plan den Schnitt von einem bewährten Nachthemd abzupausen, dann entdeckte ich zufällig das Schnittmuster Simplicity 7636, das perfekt für unsere Zwecke schien.

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Wie man an den fehlenden Ärmeln erkennen kann, war diese Version für den Hochsommer gedacht und wurde deswegen auch bereits im Frühjahr zugeschnitten. Tja, fertig wurde das Nachthemd dann erst vor ein paar Wochen und na ja – nennen wir es Prototyp.

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Ausgerechnet die vordere Kräuselung ist gar nicht schön geworden und dann habe ich auch noch eine kleine Falte mit eingenäht. Beim nächsten Mal würde ich den Halsauschnitt aber auch anders nähen, als in der Beschreibung – hoffentlich erinnere ich mich dann noch daran.  Meine Mutter hat auf jeden Fall schon ein weiteres Nachthemd in Auftrag gegeben.

 

MMM #5 im Nastjusha-Hemdblusenkleid

Nach langem Schweigen in diesem Blog nutze ich heute die Möglichkeit, dass die Verlinkung beim Me Made Mittwoch in dieser Woche auch noch am Donnerstag möglich ist. Danke dafür liebes MMM-Team!

Bereits zu Weihnachten 2013 wollte ich mir ein Hemdblusenkleid a la Nastjusha nähen. Erst jetzt habe ich es tatsächlich geschafft. Und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

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Ich trage das Kleid über einer schlecht sitzenden Kaufhose. Weil es hier gestern noch recht frisch und windig war trage ich darüber meinen ersten Nina-Cardigan, von dem auf dem Foto leider nicht viel zu erkennen ist.

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Eigentlich sollte dieser Post viel länger und informativer werden. Aber na ja, die Zeit, das Leben, das lange Wochenende mit Besuch, Besuch, Besuch. Immerhin nach langer Zeit überhaupt mal wieder gebloggt. Ich hoffe ab jetzt wird es wieder besser.

Beim gestrigen MMM war das Motto übrigens „Wickelkleid“. Da auch ich, wie viele andere vom perfekten selbstgenähten Wickelkleid träume (zwei weniger perfekte Examplare habe ich bereits genäht), konnte ich dort bereits einiges an Information und Inspiration entdecken. Sehr zu empfehlen!

Herbstjacken Sew Along 6 – schöne Jacke mit katastrophalem Saum

Etwas außer Atem und in allerletzter Minute möchte ich mich ins Finale des Herbstjacken Sew Alongs einreihen, obwohl ich leider kein ganz endgültiges Ergebnis habe. Zwar habe ich die Jacke heute fertig genäht, aber der Saum ist so katastrophal geworden, dass ich ihn noch mal neu machen werde. Das wir aber vermutlich erst nach Weihnachten passieren. Auch zum Finale der Herzen am 4. 1. werde ich es vermutlich nicht schaffen. Außer vielleicht das Christkind bringt mir einen Rockabrunder, von dem ich mir Hilfe bei der Saumproblemtik erhoffe. Hier erst mal die Bilder:Herbstjacke1

Herbstjacke2

Herbstjacke3

Abgesehen vom Saum bin ich aber mit der Jacke zufrieden. Vor allem den „Kapuzenkragen“, der sich wie ein Schal um den Hals schmiegt finde ich toll. Natürlich sehe ich, dass noch nicht alles perfekt ist. Mit dem Fleece als Futter habe ich vermutlich auch nicht die einfachste Variante gewählte. Aber es ist meine erste Jacke und dafür finde ich das Ergebnis in Ordnung. Ich habe viel gelernt und wieder mal gesehen, was es noch alles zu lernen gibt. Manchmal finde ich das ganz schön deprimierend und habe das Gefühl, ich komme mit dem Nähen viel zu langsam weiter. Das bedeutet wohl, dass ich als nächstes wieder ein einfacheres Projekt nähen sollte, bei dem ich dann hoffentlich merke, dass ich doch schon ein bisschen Routine habe.

Die anderen Finalistinnen in ihren tollen selbstgenähten Jacken und Mänteln findet Ihr hier und hier. Ein ganz herzliches Dankeschön geht natürlich an Karin und Chrissy für das Organisieren des Sew Alongs.

 

Herbst Jacken Sew Along 5

P_20141127_125433Definitiv war es nicht verkehrt, mich am Ende des letzten Beitrags an mein eigenes Motto (Einfach anfangen!) zu erinnern. Innerhalb weniger Tage bin ich für meine Begriffe relativ weit gekommen. Ich dachte bereits mit den Reißverschlüssen hätte ich das Schlimmste gemeistert, hatte die Rechnung aber ohne die Ärmel gemacht. Das Einsetzen der Ärmel gelingt mir nicht zu meiner Zufriedenheit, sprich ohne Falten oben in der Armkugel.
Außerdem blicke ich bei den Markierungen nicht durch, was auch daran liegen könnte, dass wir Ärmel und Armausschnitt ja geändert haben. Auf jeden Fall bin ich mir nicht sicher, wie der Ärmel jetzt richtig eingesetzt gehört. Jetzt hoffe ich noch rechtzeitig vor dem endgültigen Finale an professionelle Hilfe zu kommen. Auf dem – wie immer nicht besonders guten – Foto sieht man einen Ärmel, der in der oberen Rundung geheftet ist und unten nur festgesteckt.

Viele fertige und fast fertige Jacken und Mäntel gibt es bereits seit letztem Sonntag hier bei Chrissy zu bewundern.

MMM #4 – Moira

Montag Abend habe ich sie fertig genäht und seitdem nur noch zum Schlafen ausgezogen: Meine erste Moira. Schon lange hatte ich den Schnitt auf meiner Liste. Den Stoff für die Hose – ein Woll-Poly-Gemisch – hatte ich schon im letzten Dezember auf dem Maybachufer erworben (und will jetzt aus den Resten meine Herbst-Jacke nähen). Jetzt endlich habe ich die Hose genäht und bin begeistert. Sie passt, sie sieht so aus, wie ich es mir vorgestellt habe, sie ist bequem und – sehr wichtig – hat Taschen. Ich würde sagen: Kaufhosen Ade! Einziger Wermutstropfen: der Stoff kratzt und ich kann die Hose nur mit Leggings darunter anziehen. Jetzt überlege ich, ob ich eine separate Hose aus Futterstoff nähe.

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Zur Hose trage ich ein geerbtes Kauf-Shirt. Hier noch mal ein Foto von der Tasche – mittels Verrenkung an mir selbst aufgenommen.

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Noch viel mehr selbst gemachte Herbstkleidung gibt es wie immer auf dem MMM-Blog. Ein Lob auf ihn und seine wundervollen Gastgeberinnen!

Herbst Jacken Sew Along 1 und 2

Vor etwas über einem Jahr habe ich diesen Blog in einer metaphorischen Sturzgeburt zur Welt gebracht, weil ich unbedingt an Cathrines Kostüm-Sew-Along teilnehmen wollte. Mit dem ich mich dann prompt völlig übernommen habe. (Hier im Finalbeitrag, kann man nachlesen, wie weit bzw. nicht weit ich gekommen bin. Ob Ihr es glaubt oder nicht, dieses Projekt ist noch immer in Arbeit und aktuell, völlig unpassend zur Jahreszeit, kurz vor der Fertigstellung.) Warum erzähle ich das alles an dieser Stelle? Weil ich befürchte, den gleichen Fehler jetzt wieder zu machen. Ich will unbedingt am Herbst Jacken Sew-Along teilnehmen und ahne, dass ich mich damit wieder mal ganz schön überfordern werde. Trotzdem wage ich es heute in allerletzter Minute mich den versammelten Herbstjackennäherinnen anzuschließen.  Karin und Chrissy organisieren den Sew-Along ganz toll und ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Besonders hilfreich fand ich die Verlinkung zu den Beiträgen des Wintermantel-Sew-Alongs 2012. Vor allem die Wissenssammlung Stoffe, Einlagen, Futter von Lucy hat mir viele wertvolle Informationen geliefert. Auch an sie einen herzlichen Dank.

Da ich beim ersten Treffen nicht teilgenommen habe, hier erst mal meine Schnittvorstellung. Es ist die Nummer 19 aus der Ottobre 5/2012 und ich habe schon gesehen, dass ich damit nicht alleine bin, was  mich besonders freut. Ich habe einmal in einem Blog einen ganz tolle Version dieses Schnittes aus Wollwalk gesehen, die ich aber, trotz intensiver Recherche, leider nicht mehr wiederfinden kann. Ich mag den schrägen Reißverschluss und die ausladende Kapuze.


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Und hier ist meine Stoffwahl:

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Ein Woll-Poly-Gemisch vom Maybachufer als Außenstoff und dünnes Fleece aus dem schwedischen Second-Hand-Laden als Futter. Da ich mir zur Zeit ein absolutes Stoffkauf-Verbot auferlegt habe musste ich mit Sachen aus dem Lager vorlieb nehmen. Aus dem Außenstoff habe ich mir gerade eine Hose genäht und es ist noch relativ viel davon über. Hier noch mal eine Nahaufnahmen, in echt ist der Stoff noch eine Spur dunkler:

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Das vorläufig Schlimmste habe ich schon hinter mir, nämlich den Schnitt abzupausen. Ottobre-Schnittmusterbögen sind ja nicht unbedingt ein Vergnügen. Ein erstes Auflegen der Schnittmusterteile ergab, was ich schon befürchtet hatte, nämlich dass der Außenstoff ganz schön knapp ist. Zur Not kann ich aber die Belegteile auch aus dem Fleecestoff zuschneiden, weswegen ich ganz optimistisch bin.

Das nächste Treffen findet ja schon in einer Woche am 26.10. statt und ich bin gespannt was ich und alle anderen bis dahin geschafft haben.

Japan-Sew-Along: Viertes Treffen

Sicher habt ihr schon gemerkt, dass Pünktlichkeit nicht meine große Stärke ist. Diesen Post habe ich bereits für das letzte Treffen vorbereitet, dann fehlte mir aber die Zeit für den nötigen Feinschliff. Da mir auch die Zeit fehlte, um an meinem Japan-Projekt weiter zu arbeiten, kann ich den Artikel jetzt einfach beim vierten Treffen veröffentlichen:

Mit einiger Verspätung möchte ich mich heute zum dritten vierten Treffen des Sew-Alongs auf Tanoshii gesellen. Beim Treffen letzte vorletzte Woche habe ich ja schon erläutert, dass ich mich nicht nur aus ästhetischen sondern auch aus pragmatischen Gründen für  diesen Schnitte entschieden habe:
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Nämlich in der Hoffnung, dass er sich – aufgrund der großen Brustweite – relativ leicht an meine nicht-japanische Figur anpassen lässt. Und ich muss sagen, bisher bin ich recht optimistisch. Nicht dass ich wahnsinnig viel von Schnittanpassungen verstehen würde, im Gegenteil. Mein Halbwissen stammt aus dem Buch „Fit for real people“ und aus dem Craftsy-Kurs Fast Track Fitting. Und ich habe weder ersteres zu Ende gelesen noch letzteren zu Ende geguckt. Für das aktuelle Projekt hat es vielleicht doch gereicht. Folgendermaßen bin ich vorgegangen: Ich habe – an mir – den Abstand von der Schulternaht zum Brustpunkt gemessen und mit dem Schnittmuster verglichen. Dabei habe ich mich an den Fotos des Modells orientiert: Meine Einschätzung ist, dass der Brustpunkt ein wenig unterhalb der Naht liegt. Die Differenz betrug 5 cm. Um diese 5 cm habe ich das gesamte Schnittteil verlängert. Das bedeutet in diesem Fall, dass auch die Ärmel weiter werden.

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Durchsichtige Folie läßt sich ja leider nicht so gut fotografieren und ich war zu faul meine Veränderungen noch mal zu markieren, sorry! Aber wenn Ihr auf das Bild klickt wird es vergrößert und dann kann man, glaube ich ganz gut erkennen, wo ich die 5 cm eingesetzt habe. (Ähm ja, was immer es ist, was da neben dem Schnitteil auf dem Boden liegt, man kann es auch auf dem vergrößerten Bild nicht erkennen…was vielleicht auch besser ist) Auch das untere Schnitteil  habe ich um 5 cm verlängert (ohne Bild).

Danach habe ich die Schnitteile mit Klebeband zusammengeklebt und anprobiert (davon gibt es leider kein Foto). Das machte erst mal einen guten Eindruck und auch die Ärmel wirkten trotz insgesamt ja 10 cm mehr Weite nicht zu weit. Gut genug, um einen Versuch in Stoff zu wagen.

Eigentlich wollte ich ja 70er Jahre Bettwäsche mit gelben Pril-Blumen als Stoff verwenden. Als ich jedoch am Wochenende das Nähzimmer aufräumte, fiel mir dieser Stoff in die Hände:

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kam leider erst nach dem Zuschneiden auf die Idee zu fotografieren. Um die Dimensionen zu veranschaulichen habe ich die Münze dazu gelegt

Es ist ein leichter, schön fließender Stoff. Vor allem die Streifen brachten mich auf die Idee, ihn für dieses Projekt zu verwenden. Denn die Spielerei mit den Streifen – oben quer, unten längs, macht ja auch das Modell im Buch so reizvoll. Warum also nicht auch diesen Effekt ausprobieren, auch wenn die Streifen etwas anders geartet sind? Das Stück Stoff, hatte genau die richtige Größe, nur die Ärmel musste ich um ca. 2 cm kürzen, was aber für den Sommer nicht verkehrt sein sollte…

Zugeschnitten habe ich also, zum Nähen bin ich leider noch nicht gekommen. Mal sehen, ob diese Woĉhe ein bisschen mehr Zeit übrig bleibt.

An dieser Stelle würde ich gerne noch einen kleinen Hilferuf loslassen: Ich freue mich immer sehr über die Kommentare, die Ihr hier hinterlasst. Und ich würde eigentlich auch gerne öfter mal bei Euch kommentieren. Aber: Es funktioniert nicht. Zumindest ziemlich oft nicht. Wenn ich versuche mit meinem WordPress-Account zu kommentieren, verschwinden die Kommentare scheinbar irgendwo im Nirwana, sobald ich auf  „veröffentlichen“ klicke, auf jeden Fall tauchen sie nicht unter dem Artikel auf, den ich eigentlich kommentieren wollte. Bis vor kurzem dachte ich, es funktioniert wenigstens noch mit Name/URL aber auch da ist mir vor kurzem genau das gleiche passiert. Sobald ich auf „veröffentlichen“ geklickt habe, war der Kommentar wie von Geisterhand verschwunden. (Auch noch nach Stunden, Tagen, Wochen – so dass es also nicht daran liegen kann, dass der Kommentar erst freigeschaltet werden musste.) Ich glaube es betrifft in erster Linie blogspot-Blogs, aber so richtig konnte ich noch kein System erkenne. Das ganze ist natürlich ziemlich frustrierend. Ich schreibe einen schönen Kommentar und schwupps ist er verschwunden. Nachdem mir das mehrfach passiert ist, ist meine Lust, es überhaupt zu versuchen stark geschrumpft. Deswegen jetzt, hier: Hiiiilfe!!!! Kennt jemand dieses Problem? Weiß vielleicht sogar jemand eine Lösung? Oder hat zumindest Ideen oder Vorschläge? Ich wäre Euch sehr, sehr dankbar. Dann könnte ich mich nämlich auch ein wenig mehr am regen Sew-Along-Austausch beteiligen.

Japan-Sew-Along – zweites Treffen

Zum heutige zweiten Treffen fragt Catrin:

Die Schnitte/Bücher sind da: Welche Modelle möchtet Ihr nähen? Eines oder mehrere? Habt Ihr schon schon Stoffe parat oder Ideen dazu

Ich habe ja bereits im Post vom letzten Montag verraten, dass ich das Titelmodell aus diesem Buch nähen will:

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Zwar gefallen mir viele japanische Schnittmuster außerordentlich gut, aber dennoch bin ich skeptisch, ob sie auch wirklich etwas für mich sind. Und das hat einen Grund: Ich habe keine japanische Figur. Ich bin 1,72 groß und meine Figur lässt sich in etwa  mit den Konfektionsgrößen 44 bis 46 beschreiben, wobei es am Oberkörper auch mal Richtung 42 gehen kann, unterhalb der Gürtellinie aber definitiv 46 ist. In einem normalen japanischen Nähbuch kommen solche Masse nicht vor. So ist z. B. in meinem May Me Buch für die größte Größe LL ein Brustumfang von 91 cm angegeben. Ich habe 102 cm zu bieten.

Deswegen habe ich mich für die Tunika, das Titelmodell meines Buches nicht nur entschieden, weil sie mir gefällt, sondern auch aus pragmatischen Gründen. Es ist das Modell mit dem weitesten Brustumfang   aus dem Buch (142 cm). Meine Hoffnung ist deswegen, dass eine Anpassung des Schnittes an meine Maße vielleicht relativ einfach gelingen könnte. Sollte mir eine solche Anpassung tatsächlich gelingen bleibt immer noch die Frage, wie die Tunika dann an mir aussieht. Ehrlich gesagt rechne ich damit, dass ich darin womöglich ziemlich schwanger aussehe, obwohl ich es nicht bin.

Ich nehme mir erst mal nur dieses eine Stück vor, um Frust zu vermeiden. Heimlich träume ich aber davon noch mehr zu schaffen, und zwar diese Bluse:

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Sie kann auf zwei Arten getragen werden: klassisch in der Mitte geknöpft (kleines Bild rechts) oder eben wie in dem großen Bild nur unten überkreuzt geknöpft (die Knöpfe befinden sich in der Seitennaht).  Gerade diese letzte Version gefällt mir besonders gut. Allerdings befürchte ich, dass sie auch Quelle für Passformprobleme ist, denn es muss ja hier nicht nur die Brustweite stimmen, sondern die Bluse muss auch im überkreuzten Zustand noch um den Bauch passen. Oh, oh, das könnte eng werden.

Für die Tunika habe ich schon Stoffe ausgwählt: 70er Jahre Bettwäsche mit gelben Pril-Blumen. Statt zu säumen möchte ich mit Schrägband in orange einfassen, ebenso den Halsauschnitt.

Dass andere sich deutlich mehr vorgenommen haben als ich, könnt Ihr auf dem Tanoshii-Blog nachlesen, wo das heute das zweite Treffen zum Japan-Sew-Along stattfindet.