Archiv für den Monat Juli 2014

Japan-Sew-Along: Finale

Mit Rekord-Verspätung möchte ich mich heute – vermutlich als aller-, aller-, allerletzte – ins Finale auf dem Tanoshii-Blog einreihen. Theoretisch hätte ich meine fertige Tunika schon beim vorletzten Treffen zeigen können, aber praktisch tat sich im echten Leben einfach keine Zeitlücke zum Bloggen auf. Deswegen jetzt schnell zur Sache: Ta-da, hier ist mein gutes Stück:

P_20140627_080527Und was soll ich sagen, ich bin sehr, sehr, sehr zufrieden. Ich würde fast so weit gehen, zu behaupten, dass ist das beste Kleidungsstück für mich selber, das ich bisher genäht habe.  Meine Schnittanpassung hat funktioniert, die Stoffwahl war gut, mit der Verarbeitung bin ich mehr als zufrieden, keine groben Schnitzer.  Die Kräuselung am Vorderteil ist sehr fein geraten (lauter sehr kleine Fältchen), erst war ich darüber unglücklich (es war bereits der zweite Versuch). Inzwischen glaube ich, dass es womöglich gar nicht verkehrt ist, weil die feine Kräuselung natürlich auch nicht so stark aufträgt.

Der Halsauschnitt wird mit Schrägband quasi „falsch besetzt“ (das ist der Ausdruck den ich für diese Technik an Rock- und Hosensäumen kenne). Ich weiß nicht ob dies eine gängige Technik bei Halsauschnitten ist, oder ob es eine Spezialität der Designerin ist, die die Modelle in „meinem Buch“ entworfen hat. Beim ersten Versuch habe ich den Ausschnitt auf jeden Fall versaut, einfach weil ich zu breites Schrägband verwendet hatte. Der Stoff schlug unschöne Wellen und der ganze Ausschnitt klappte leicht nach außen. Auch hier war ich eine Weile unglücklich, fasste mir aber schließlich ein Herz und trennte wieder auf ohne genau zu wissen, wie ich dann weitermachen würde. Das Problem war nämlich, dass die Nahtzugabe rundherum regelmäßig eingeschnitten war, was das Annähen eines schmäleren Schrägbandes eigentlich unmöglich machte. Am Ende steckte ich einfach das schmälere Schrägband auf die eingeklappte Nahtzugabe und nähte es mit einem Dreifachzickzack fest. Diese dilettantisch Methode hat erstaunlich gut funktioniert.

P_20140627_080555

Natürlich ist dieser Schnitt weder figurbetont noch besonders schlank machend. Trotzdem haben sich meine Befürchtungen, dass ich darin besonders dick oder schwanger aussehen werde nicht bewahrheitet.

Japanische Tunika

Ein besseres Tragefoto war leider fürs Erste nicht möglich (wo, wo, wo versteckt sich das Stativ nur wieder?).

Wenn Catrin vom Stoffbüro zum Finale also fragt: „Mehr japanisch nähen?“ Dann antworte ich: Ja! Auf jeden Fall. Sehr gerne auch wieder in einem Sew-Along. Mir persönlich hilft das ungemein Projekte anzupacken und dann auch dranzubleiben. Der großzügige Zeitplan bei diesem Sew-Along hat mir übrigens sehr geholfen. Und es gibt noch einen Grund, warum ich sehr zufrieden bin: Dies ist mein erstes Sew-Along, das ich erfolgreich, sprich mit fertigem Kleidungsstück beendet habe. Ein sehr gutes Gefühlt!

Ich möchte mich deswegen noch einmal ganz herzlich bei Catrin bedanken, die uns mit viel Engagement durch das Sew-Along geführt hat und dabei mehrere tolle Stücke genäht hat.

Bedanken möchte ich mich auch bei allen, die auf meinem Blog Kommentare hinterlassen haben, sowohl zu meinem Nähprojekt als auch zu meinen technischen Problemen. Ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut! Ich selber bin leider im Kommentieren sehr schlecht, aber ich arbeite daran, mich zu bessern.

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