Shoppen in Schweden

Vor einiger Zeit war ich ja – wie schon erwähnt – in Schweden. Mein Eindruck ist, dass es dort eine ganz andere Second-Hand-Kultuer gibt als hier in Deutschland. Auch in vielen kleineren Städten und Ortschaften gibt es Second-Hand-Läden, oft von Vereinen oder Stiftungen, die das Geld für einen guten Zweck erwirtschaften.   Sehr verbreitet sind auch –  oft private – Flohmärkte, die dann meistens mit einem handgeschriebenen Schild am Straßenrand angekündigt werden. Einmal bin ich zum Beispiel auf einem solchen Loppis gelandet, der im Hinterzimmer eines Cafés stattfand, in dem wir zufällig Rast gemacht hatten. Deswegen wollte ich während meines Aufenthalts unbedingt auf solch einen Flohmarkt oder in einen Second-Hand-Laden, natürlich vor allem darauf aus, Stoffe zu finden. Ich hatte dabei vor allem an Bettwäsche, Tischdecken und Vorhänge gedacht, in denen noch ein zweites Leben als Kleidungsstück schlummert. Umso erfreuter war ich, als ich feststellte, dass es in dem Laden der Erikshjälpen, in den mich meine ortsansässige Freundin führte eine richtige kleine Handarbeitsabteilung gab. Mit Stoffen (sogar drei auf Ballen, leider alle nicht mein Fall), Garnen, Schittmustern, einer Kiste voller Knöpfen und allerlei anderem Nähzubehör. Meine Erwartungen wurden also mehr als erfüllt, die Ausbeute war groß:AusbeuteSchweden1 Vier Stück Stoff in unterschiedlichen Größen, aber immer mindestens ein Meter, zum Teil deutlich mehr, und nicht teurer als drei/vier Euro. Mein Favorit ist der mit dem wilden Blumenmuster, der angeblich sogar ein Wollstoff sein soll (ich tippe auf ein Gemisch, eventuell Wolle/Viskose). Aus dem schwarzen Stoff ist ja bereits das Kleid von hier entstanden.AusbeuteSchweden2Ein Paket mit Stoffresten, das ich vor allem wegen der zwei Stoffe mit graphischem Muster wollte. Der hellblaue ist ja ebenfalls schon im oben erwähnten Kleid vernäht. Außerdem diverse Knöpfe ein Webband und Schrägband.AusbeuteSchweden3Bettwäsche musste trotzdem auch noch mit. Und zwei 60er/70er-Jahre Schnittmuster, die mir vor allem wegen der Schlaghosen gefielen.

Ich mag diese Art Stoffe zu kaufen: Das eingeschränkte Angebot führt dazu, dass ich auch Stoffe in Betracht ziehe, die mir sonst wahrscheinlich gar nicht aufgefallen wären. Und die geringen Preise machen es mir einfacher, mich auf Experimente einzulassen. Den schwarzen Stoff zum Beispiel hätte ich sonst sicher nie gekauft. Das Kleid, das ich daraus genäht habe liebe ich und es ist das perfekte Winterkleid für „über die Hose“.  (Die rechte Seite macht visuell und haptisch einen recht synthetischen Eindruck, während die linke Seite wie Baumwollfrottee aussieht und sich auch so anfühlt). Wenn ich solch einen Laden in der Nähe hätte, wäre ich sicher jede Woche einmal da.

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